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Route der Emotionen

Route der Emotionen
Von Fortaleza bis São Luis

oder umgekehrt; die Reihenfolge hat keinen Einfluss auf die Qualität der Route, die Route der Emotionen ist einfach faszinierend ! Über Flecheiras, Jericoacoara, Barra Grande zum Delta des Parnaiba und zu guter letzt, oder auch zu Beginn, wenn man sich für die andere Richtung entschieden hat, der Nationalpark der Lençóis Maranhense.

Dieser Teil der brasilianischen Nordostküste verläuft parallel zur Linie des Äquators, 300 km südlich von diesem. Alles was wir in der Erdkunde-Klasse über das äquatoriale Klima gelernt haben, kommt hier zur Anwendung: Hitze und Feuchtigkeit. Es gibt nur zwei Jahreszeiten: die Regenzeit von Januar bis Juli und der trockenere Rest des Jahres. Die Region liegt in einem Gürtel geringen Luftdrucks und die Passatwinde laufen hier zusammen; das Wasser erreicht äusserst angenehme Temperaturen. Dies alles hat zur Folge, dass die Region zum Paradies der Wind- und Kitesurfer geworden ist.

Die Fahrt erfolgt mit dem Jeep fernab asfaltierter Straßen, off-road am Strand entlang. Warum? Weil es mehr Spaß macht, weil dies einer der wenigen Orte ist, an denen das noch möglich ist, und vor allem weil es nicht immer eine asfaltierte Straße gibt, und falls doch, diese oftmals auch nicht viel besser ist als der Weg über den Strand. Dies macht deutlich, dass die Infrastruktur hier völlig anders ist als das, was wir von Europa gewohnt sind. Und nicht nur in Bezug auf das Straßennetz. Diese Regel ist auf alles im Nordosten Brasiliens anwendbar und wird uns die Reise über verfolgen. Einfach die Route der Emotionen geniessen!

Kilometerweise einsame Strände, die zu jeder Zeit für ein Bad einladen. Oder man sucht nach etwas Zivilisation, um an einer beliebigen Fischerhütte eine frisch gefangene Languste oder fangfrischen Fisch zu essen. Dünen aus feinem, weißen Sand, die man auf gewachsten Brettern hinabrutschen kann, bis man in einer lauwarmen Süsswasser-Lagune landet. Oder man isst zu Mittag, halb im Wasser dieser Lagunen sitzend, umringt von kleinen Fischchen und hält anschliessen ein Nickerchen in einer der Hängematten, die knapp über der Wasseroberfläche aufgespannt wurden. Mangroven und Flussmündungen, an deren Ufern Seepferdchen ihre Nester gebaut haben. Flüsse auf Flo?en überqueren (einschliesslich des Jeeps, versteht sich !). Einsame Inseln im Parnaiba Delta erkunden und sogar auf ihnen übernachten. Den Flug der Guarás in den Igarapés des Deltas verfolgen. Die Details eines Sonnenuntergangs erforschen, da jeder Tag einen noch schöneren hervorbringt. Bei Einbruch der Nacht schlafen gehen und bei Morgengrauen aufwachen. Mit dem Rauschen des Meeres und Windes einschlafen und vom Geschrei der Papageien, Affen und sonstigen Bewohnern der einsamen Insel aufgeweckt werden. Die Grandiosität der Welt in den Lençóis begreifen. Nichts ist vergleichbar mit dieser öden Mondlandschaft aus weichem Sand und mit Lagunen gemustert. Das Alles ist die Route der Emotionen.

Nach einer solchen Reise fällt es zurück zuhause schwer, die Größe, Erhabenheit und Schönheit des Erlebten zu erklären. Am einfachsten ist es, still zu sein und es dem Funkeln unserer Augen ansehen zu lassen, dass man etwas Einzigartiges erlebt hat. Und wenn man bereits alles ausgepackt und aufgeräumt hat und wieder in seinem Alltag angelangt ist, dann ist es eine wahre Freude zu entdecken, dass man immer noch Sand an der einen oder anderen Stelle findet, Sand der uns von Brasilien nach Europa begleitet hat. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit, all diese Erinnerungen erneut zu erleben und nochmals zu genießen.

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